Zeichenkettenfunktion %mlc() zur Formatierung von Feldern mit führenden Zeichen

 

 

Wer etwas tiefergehend mit den Zeichenkettenfunktionen von PS-Explore NC vertraut ist, der hat wahrscheinlich schon einmal mit den Funktionen %lpad und %radjust gearbeitet. Mittels der kombinierten Anwendung dieser Funktionen ist es möglich Zeichenkettenfelder z.B. mit führenden Nullen zu versehen. Als neuer und etwas mächtigerer Befehl steht nun eine weitere Funktion zum „Auffüllen“ mit führenden Ziffern oder Zeichen zur Verfügung, die Funktion %mlc(), i.e. multiple leading characters.

 

Formal lautet die Syntax dieser Funktion:

 

%mlc((Feldname1,Feldlänge1,Zeichen1),  (Feldname2,Feldlänge2,Zeichen2), …)

 

 Die geklammerten Tripel (FeldnamK,FeldlängeK,ZeichenK), enthalten den Namen eines beliebigen Feldes (FeldnameK) einer Datenbank oder eines Arbeitsblattes und die Länge des Feldes (FeldlängeK) nach der Auffüllung mit dem führenden Zeichen (ZeichenK).

 

Die Anzahl dieser Tripel ist nicht begrenzt und die Auffüllzeichen können, wie auch die Länge, von Tripel zu Tripel variieren.

 

Im nachstehenden Beispiel enthalten Spalte.002 bis Spalte.004 Zeichenketten, die aufgefüllt werden sollen. Das Zielfeld ist Spalte.001:

 

 

Hier wird nun die Funktion %mlc() benutzt um Spalte.002 mit Inhalt „abc“ auf die Länge 5 zusetzen und die zuvor nicht belegten 2 von 5 Zeichen mit dem Buchstaben A aufzufüllen. Entsprechend wird Spalte.003 auf Länge 9 gesetzt und mit Leerzeichen aufgefüllt. Dito Spalte.004 auf Länge.004 und mit Zeichen C aufgefüllt:

 

 

Wendet man die Funktion im rechne-Befehl der Makrosprache an, so erhält an das in nachstehender Abbildung rot markierte Ergebnis:

 

 

Die %mlc()-Funktion findet sich natürlich auch aufgelistet in der Programmierhilfe „Funktionen“ des Makroeditors:

 

 

 

Hinweis: Wie im Makro, so lässt sich %mlc() auch in Datenerfassungsmasken von PS-Explore in gleicher Weise verwenden.