Besondere Anzeige- und
Editierfunktionen für PS-Explore-Arbeitsblätter
Mit der aktuellen
PS-Explore-Programmversion vom Juli 2007
wurde eine Erweiterung der Anzeigefunktion von PS-Explore-Arbeitsblättern
zur Verfügung gestellt. Die folgende Beschreibung stellt die bereits bekannte
Anzeigefunktion dar und erläutert, welche neuen Möglichkeiten darüber hinaus
zur Verfügung stehen.
Speziell Arbeitsblätter, die
auf PS-Explore-Datenbanken aufsetzen, besitzen bisweilen eine Vielzahl an
Informationen und Datenfeldern, die in der Darstellung als statistisch
auswertbares Arbeitsblatt leicht unübersichtlich werden können. Im
PS-Explore-Arbeitsblatt werden standardmäßig alle Einzelfälle, d.h. die Daten
zu einem Objekt (Kunde, Produkt, Vertrag, Kauffall etc.) als Arbeitsblattzeile dargestellt. Die
Informationen, die teilweise aus verschiedenen
Datenbanktabellen zusammengestellt abgerufen sind, werden automatisch in
das Rechteckschema eines Arbeitsblattes umgewandelt. Dies ist notwendig, um vom
Arbeitsblatt aus die umfangreichen statistischen Auswertungsmöglichkeiten von
PS-Explore nutzen zu können. Bei einer dementsprechenden Darstellung der Daten
als Arbeitsblatt kommen dann leicht mehrere hundert Spalten zusammen. Insbesondere,
wenn man dann Inhalte mehrer Zeilen miteinander vergleichen will, ist es von
Vorteil die Zeilen in eine spaltenweise Darstellung umsetzen zu können.
Diese Umsetzung geschieht
von Arbeitsblatt aus mittels der Tastenkombination Strg I oder per rechter Maustaste durch Aktivierung des Popup-Menüs und
Auswahl der Funktion Anzeigen (Abb.
1).

Abb. 1: Aktivierung der
Anzeigefunktion 1
Nach Auswahl der
Anzeigefunktion wird der Datensatz, in welchem der Arbeitsblattcursor steht,
wie in Abb. 2 gezeigt, aufgelistet.

Abb. 2: senkrechte Anzeige
einer Zeile
Die Anzeige erfolgt in einem
Arbeitsblattgitter und kann über ein Druckersymbol unmittelbar ausgegeben oder
über entsprechende andere Schaltsymbole in die Zwischenablage, den
PS-Explore-Ergebnisbereich oder nach MS-Excel transferiert werden.
Den neuerlich verfügbaren Editiermodus
kann man mittels Mausklick auf das Editiersymbol in der Funktionsleiste oben im
Anzeigefenster einschalten; wahlweise durch die F2-Taste oder über das
kontextspezifische Popup-Menü (Abb. 3). Dass der Editiermodus eingeschaltet
ist, erkennt man an einem Farbwechsel des Gitterhintergrunds, der von weiß auf
hellgelb geändert wird. Wesentlich ist,
dass Änderungen im Anzeigefenster auch tatsächlich ins eigentliche Arbeitsblatt
übertragen werden.

Abb. 3: kontextspezifisches
Popup-Menü
Im Popup-Menü lassen sich
auch alle weiteren Funktionen des Anzeigefensters anwählen. Die entsprechenden
Tastenkombinationen zur Aktivierung der jeweiligen Funktionen sind ebenfalls
dort angegeben. Die Funktion Drill-Down-Schließen ist naturgemäß nur
aktivierbar, wenn man auch den Drill-Down zuvor aktiviert hat. Das Löschen von
Spalten bezieht sich ausschließlich auf angezeigte Spalten im Anzeigefenster,
d.h. Spalten im eigentlichen Arbeitsblatt bleiben erhalten.
Die beschriebene Anzeigefunktion ist nicht nur im Arbeitsblatt,
sondern auch in der so genannten MOLAP-Prozedur (Drill–Down) verfügbar. Hier erweist sich die neue
Möglichkeit, über die Anzeigefunktion Daten zu editieren und zu ändern als
äußerst praktisch, da man über die MOLAP gezielt Datensätze (Fälle) selektieren
und diese sofort bearbeiten kann (Abb. 4).

Abb. 4: in der MOLAP
aktivierte Anzeige
Nach Selektion der
Datensätze kann die MOLAP über das erste Button der
Symbolleiste abgeschaltet werden. Dies dient im Wesentlichen der Übersichtlichkeit
(Abb. 5). Man beachte, dass den im eigentlichen Hauptarbeitsblatt als
Zahlenkodes dargestellten Feldern in der Anzeigefunktion durch den
entsprechenden Klartext ersetzt wurden, was der leichteren Lesbarkeit dienen
soll. Änderungen im Anzeigefenster können daher auch im Klartext vorgenommen
werden. Wird ein Text oder Wert eingegeben, der in der Kodierungsliste
(Spaltentiteleditor) nicht vorkommt, so wird ins Hauptarbeitsblatt und in das
MOLAP-Arbeitsblatt der tatsächlich eingegebene Wert fortgeschrieben.

Abb. 5: abgeschaltete MOLAP
1
Der Vollständigkeit wegen,
sei noch darauf hingewiesen, dass die Anzeigefunktion auch in den
benutzerdefinierten Datenerfassungsmasken zur Verfügung steht (Abb. 6).

Abb. 6: Anzeigefunktion
einer Datenmaske
Hier erfolgt der Aufruf über
die Suchfunktion der Datenerfassungsmaske (Taschenlampensymbol). Praktisch ist
diese Möglichkeit, da man hier ggf. auch mehrere Datensätze einer Datenbank ad
hoc gleichzeitig anzeigen kann, was bei Recherchen evtl. wichtig ist. Die
Möglichkeit Daten hier zu editieren und zu ändern wird allerdings blockiert, da
ansonsten zu leicht unbeabsichtigte Änderungen in „Windeseile“ in der
Gesamtdatenbank vorgenommen und fortgepflanzt werden könnten.